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Asset vs CI

In der CMDB werden Configuration Items (CI) verwaltet, Assets werden im Asset Management verwaltet. Aber was ist denn nun ein Asset und was ist ein CI? Wir wollen mit diesem Artikel die Verwirrungen klären.

Asset

Als Asset wird zunächst einmal alles verstanden, was physisch in einem Unternehmen vorhanden ist oder wo ein Preisschild dranhängt (Softwarelizenzen). Das Asset Management beschäftigt sich dabei mit dem Lifecycle des Objektes, also z.B. um vertragliche Dinge, um Kosten, um Inbetriebnahme und um außer Dienst stellen.

Configuration Item

Als CI wird die Konfiguration des Assets bezeichnet, also wie ist die Ausstattung des Assets und welche Zusammenhänge und Abhängigkeiten zu anderen Assets gibt es. Dies wird alles in der CMDB verwaltet.

Alles das Gleiche?

Jetzt kann man auf die Idee kommen, dass es ein und dasselbe ist. Das stimmt leider nicht ganz. Ja, auf der einen Seite ist z.B. ein Laptop ein Asset (er ist physisch vorhanden, hat einen Einkaufspreis und unterliegt einem Lifecycle etc.). Auf der anderen Seite ist der Laptop ein CI, denn es hat eine bestimmte Ausstattung (Software, Speicher etc.) und wird von einem Anwender benutzt.

Beispiel

Noch nicht klar? Machen wir mal ein Beispiel und ich bleibe wieder bei meinem schönen Beispiel des Winzers:

Ein Fass ist ein Asset. Das ist unbestritten. Es hat einen Kaufpreis, evtl. gibt es Garantie darauf und nach einigen Jahres des Gebrauchs wird es ausgemustert. Vollkommen klar.

Das Fass, sagen wir mal ein schönes Barriquefass, kann nun zur Weinherstellung genutzt werden, z.B. für einen herrlich dunkelroten Bordeaux. Ab jetzt ist das Fass ein CI. Es ist in Benutzung und hat einen Zweck zu erfüllen. Das CI ist also ein befülltes Asset. J Durch den Betrieb des Fasses, wird das Asset zum CI.

Nach einigen Jahren wird das Fass nun mit Whisky gefüllt. Das CI ändert sich. Es bekommt einen neuen Zweck. Das Asset ist aber immer noch das Fass. Das Asset selbst ändert sich nicht.

Neue Definition bei neuer Konfiguration

Es kann also sein, dass das Fass in zwei verschiedenen „Systemen“ verwaltet wird, im Asset Management und in der CMDB. Je nachdem was der Winzer nun betrachten möchte, greift er in die CMDB oder in das Asset Management. Will er wissen, wie teuer das Fass war und wie alt es schon ist und ob es mal repariert werden musste, ist das Asset Management die richtige Anlaufstelle. Will er aber nachvollziehen, ob es sich bei dem Wein im Fass um einen 2019 oder 2020 Jahrgang handelt, ist die CMDB the single source of truth.

Doppelte Datenhaltung?

Das klingt immer noch so, als ob das Objekt doppelt verwaltet wird. Nein, zumindest nicht, wenn man ServiceNow als Asset Management und als CMDB nutzt. Hier sind die beiden Objekte (Asset und CI) synchronisiert. Das bedeutet, dass bestimmte Attribute, nennen wir sie mal Stammdaten, im Asset Management und in der CMDB immer identisch sind. Damit einfällt eine doppelte Datenhaltung.

Warum nicht alles in einem?

Ach menno, warum macht man denn nicht alles in einer Tabelle in einem System?

Ganz einfach, weil nicht alle CI’s ins Asset Management fallen und nicht alle Assets automatisch CI’s sind. Stellen Sie sich vor, der schöne Bordeaux wird in einem Fass gelagert, das der Winzer sich von einem befreundeten Winzer geliehen hat. Dann wird dieses spezielle Fass zwar als CI verwaltet, aber das Asset gibt es in der Buchhaltung nicht. Also wird auch kein Asset Management dafür gemacht.

Dann gibt es noch Assets, z.B. einen Gabelstapler, der sehr wohl für die Buchhaltung von Interesse ist, aber keinen direkten Zusammenhang mit dem Wein oder dem Fass hat. Also gehört das ins Asset Management und nicht in die CMDB.

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In diesem Sinne: Auf Ihr Wohl.